„Rhetoriktraining ist nichts für Introvertierte" - warum dieses Vorurteil falsch ist
- Lisa Weber-Scheitle

- 11. Juli 2023
- 2 Min. Lesezeit

„Ich bin eigentlich eher introvertiert.“
Diesen Satz höre ich in meinen Trainings regelmäßig.
Viele Menschen verbinden Rhetorik mit lauten Persönlichkeiten, großen Gesten und charismatischen Rednern, die mühelos ganze Säle begeistern.
Deshalb glauben sie:
„Rhetoriktraining ist nichts für mich.“
Doch genau das Gegenteil ist oft der Fall.
Introvertiert bedeutet nicht unsicher
Introvertierte Menschen werden häufig unterschätzt.
Sie beobachten genau, denken gründlich nach und hören aufmerksam zu.
Viele verfügen über wertvolle Ideen, fundiertes Fachwissen und eine hohe soziale Sensibilität.
Trotzdem bleiben ihre Beiträge in Meetings manchmal ungehört.
Nicht weil die Ideen schlecht wären.
Sondern weil andere schneller sprechen, lauter auftreten oder sich häufiger zu Wort melden.
Das eigentliche Problem ist selten die Fachkompetenz
In meinen Trainings arbeite ich häufig mit Fach- und Führungskräften, die fachlich hervorragend aufgestellt sind.
Viele von ihnen berichten:
„Ich melde mich in Meetings zu selten zu Wort.“
„Mir fällt es schwer, spontan zu reagieren.“
„Ich habe gute Ideen, aber andere verkaufen sie besser.“
„Nach Präsentationen denke ich oft: Das hätte ich klarer sagen können.“
Das Problem liegt selten im Fachwissen.
Rhetorik bedeutet nicht, jemand anderes zu werden
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass Rhetoriktraining Menschen charakterlich verändern soll. Das Ziel ist jedoch nicht, aus einer ruhigen Person einen extrovertierten Bühnenstar zu machen.
Gute Rhetorik hilft dir dabei,
deine Gedanken klar zu formulieren,
deine Ideen sichtbar zu machen,
dich in Gesprächen souverän einzubringen,
und deine Wirkung bewusst zu steuern.
Authentizität steht dabei immer im Mittelpunkt.
Warum Introvertierte oft besonders gute Redner werden
Interessanterweise bringen introvertierte Menschen viele Eigenschaften mit, die erfolgreiche Kommunikation fördern:
Sie hören aufmerksam zu.
Sie denken nach, bevor sie sprechen.
Sie stellen gute Fragen.
Sie wirken oft ruhig und glaubwürdig.
Gerade diese Eigenschaften schaffen Vertrauen.
Und Vertrauen ist häufig überzeugender als Lautstärke.
Was ein individuelles Rhetoriktraining bewirken kann
Ein gutes Rhetoriktraining orientiert sich nicht an einem Standardprogramm.
Es orientiert sich an deiner Persönlichkeit.
Mögliche Themen sind:
Meinungen und Ideen wirkungsvoll ausdrücken
sicher in Meetings auftreten
Präsentationen souverän halten
spontane Gesprächssituationen meistern
mit Lampenfieber umgehen
sich Gehör verschaffen, ohne sich zu verstellen
Dabei geht es nicht darum, lauter zu werden.
Sondern klarer.
Mehr Selbstvertrauen durch mehr Routine
Eine Beobachtung finde ich besonders spannend:
Viele Teilnehmer kommen mit dem Wunsch, beruflich sicherer aufzutreten.
Sie fühlen sich insgesamt selbstbewusster.
Mit jeder Präsentation, jedem Meeting und jedem gelungenen Gespräch wächst die Sicherheit.
Und dieses neue Selbstvertrauen wirkt sich oft nicht nur auf den Beruf aus.
Viele Teilnehmer erzählen mir, dass sie auch privat klarer kommunizieren, ihre Bedürfnisse besser ausdrücken und Konflikte konstruktiver lösen können.
Fazit
Rhetoriktraining ist nicht nur etwas für extrovertierte Menschen.
Oft profitieren gerade introvertierte Persönlichkeiten besonders stark davon.
Denn gute Rhetorik bedeutet nicht, jemand anderes zu werden.
Sie hilft dir dabei, die eigene Persönlichkeit sichtbarer zu machen und deine Gedanken so auszudrücken, dass sie gehört werden.
Wenn du lernen möchtest, klarer, souveräner und überzeugender zu kommunizieren, unterstütze ich dich gerne dabei.
Sehr gerne berate ich dich auch persönlich:
Wenn du für deine Firma einen Kurs oder einen Workshop organisieren möchtest, findest du hier alle wichtigen Informationen: https://www.business-deutsch.com/firmenangebot
Ich freue mich auf dich!
Lisa

Lisa Weber-Scheitle M.A.
Business-Deutsch
Starke Kommunikation, starke Ergebnisse!





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